Inplastor AB: Einem Spezialisten in die Karten geschaut Zwei KBA-MetronicGenius 52 UV erhöhen bei Inplastor die Produktionsflexibilität und senken die Kosten
Inplastor AB in Schweden ist auf das Bedrucken verschiedenster Kunststoffe spezialisiert. Das Unternehmen gehört zur XPonCard-Gruppe, einem der größten Plastikkarten-Produzenten Europas. Die erste der beiden Genius 52 UV wird seit November 2004 im Bereich Kartendruck eingesetzt, seit Juni 2005 die zweite darüber hinaus auch für den Druck von Werbe-, Arbeits- und Informationsmitteln. Im Jahre 1957 startete das Unternehmen Inplastor in einer Garage: Schlüsselringe und -anhänger wurden mit Plastikeinlagen versehen. die beiden Gründer, Ake Larsson und Lawrence Sullivan, dehnten 1965 mit dem Umzug von Stockholm nach Motala ihre Produktpalette aus und praktizierten nun die Direktbedruckung von Plastikteilen nicht nur im Siebdruck, sondern als erster europäischer Anwender auch im Offsetdruck. |
Karten und mehr
1980 wurde Inplastor von einer Investmentgruppe gekauft und 1991 von der Graphium-Gruppe übernommen. In 1993 kam der in Strängnäs ansässige Ausweiskarten-Produzent ID Kort zur Gruppe hinzu. Nach Verkauf des Papierdruckgeschäfts und der Umfirmierung der Gruppe zu XPonCard ist Inplastor heute eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten XPonCard Group AB. Alle erdenklichen Plastikkarten stellt die in Stockholm ansässige Gruppe für den nordeuropäischen und baltischen Markt her. Das Geschäft mit den Mobiltelefon-SIM-Cards wird sogar weltweit betrieben. Passend zu den spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Klientengruppen – Bankwesen, Telekommunikation, Identifikation, Nahverkehr, Handel – bildeten sich weitere Anwendungsfelder für den Plastikdruck heraus, vor allem im Werbemittelbereich. Innerhalb der XPonCard-Gruppe druckt Inplastor am Standort Strängnäs (über 20 Beschäftigte) ausschließlich Bankkarten zu drucken, in Motala (ca. 90 Mitarbeiter) andere Karten sowie Werbe-, Arbeits- und Informationsmittel.
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Intelligente Erweiterung der Druckkapazität Während die meisten Plastikdruckereien lediglich einen oder zwei der gängigsten Kunststoffe bedrucken können, baute Inplastor ein beträchtliches Know-how für den Direktdruck auf 15 verschiedenen Plastiksubstraten bis hin zum Linoleum auf. Durch die Kombination von Sieb- und Offsetdruck (auch in Rückseitenbedruckung transparenter Materialien) sowie von Prägen, Stanzen, Vakuumverformen, Laminieren, Verkleben, Verschweißen und anderen Veredelungstechniken entwickelt Inplastor ständig die Produktpalette weiter. Gemeinsam mit den Kunden und den XPonCard-Designern werden außergewöhnliche Ideen geboren, die sich jetzt dank der Verstärkung im Offsetbereich durch die beiden neuen KBA-Metronic-Maschinen deutlich kostengünstiger und flexibler realisieren lassen.
So wurde in Strängnäs die bisherige konventionelle Bogenoffsetkapazität im November 2004 mit einer heute zweischichtig ausgelasteten Fünffarben-Genius 52 UV erweitert.Und in Motala unterstützt seit Juni 2005 die weltweit erste fünffarbige Genius 52 UV mit Lackwerk und einer enormen Auslageverlängerung eine Maschine von Mitsubishi, die seit 1998 im Wasserlos-UV-Druck arbeitet. Vor Inbetriebnahme der beiden Genius betrug die Jahresproduktion von Inplastor fast 85 Mio. Card- und Non-Card-Exemplare, allein in Strängnäs 15 Mio. Karten. XPonCard verdoppelte in 2004 das Volumen bei den SIM-Cards.
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Gute Gründe für die Genius 52UV Die KBA-Metronic Genius 52 UV verkörpert den ultimativen Stand der Technik: wasserloser und zonenschraubenloser Offsetdruck mit UV-härtenden Druckfarben und optional UV-Lack – und das bei einem überschaubaren Investitionsaufwand. Vor allem in der Ausstattung mit Lackwerk lässt sich ein Glanz erzielen, der hoch genug ist, um auf den Spiegelglanz der wesentlich unwirtschaftlicheren Offline-Laminierung guten Gewissens verzichten zu können. Nicht zu vergessen die Umweltfreundlichkeit: Die Kurzfarbwerke kommen nicht nur ohne Feuchtmittel aus, die automatischen Wascheinrichtungen verbrauchen für die geringe Walzenanzahl auch weniger Waschmittel – ein wichtiges Argument für ISO-14000-zertifizierte Unternehmen wie Inplastor.
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Ausschlaggebend war aber die problemlose Bedruckbarkeit möglichst vieler Kunststoffe. „Unsere Anforderung, noch mehr Plastikkarten als bisher wirtschaftlich bedrucken zu wollen, konnten die konventionellen Bogenoffsetmaschinen mit oder ohne Feuchtung selbst nach einjährigen Tests bei drei verschiedenen Herstellern nicht erfüllen“, schildert Inplastor-Geschäftsführer Hakan Kindström den Weg zur Genius. „Auf der Messe Cartes in Paris sahen wir dann den Prototyp einer Genius 52 UV mit Lackwerk, deren Fähigkeiten und einfache Bedienbarkeit unseren Vorstellungen entsprach.“ Da zunächst nur Maschinen ohne Lackwerk lieferbar waren, entschied sich Kindström, zusätzlich eine Fünffarben-Genius für den Standort Strängnäs schnellstmöglich zu installieren und in Motala die eigentliche Wunschmaschine mit Lackwerk bei Lieferbarkeit aufzustellen.
Das kleinere Format (36 x 52 cm) gegenüber konventionellen Halb- und Mittelformatmaschinen ist angesichts der teueren Bedruckstoffe kein Nachteil; die geringe Makulaturrate (höchstens zehn Bogen) und die optimale Formatausnutzung wirken sich äußerst positiv auf die Kosten aus. |
Attraktiv für Siebdrucker und Druckeinsteiger Nach wie vor setzt Inplastor den Siebdruck ein, sowohl für den Lackauftrag zwecks späterer Laminierung als auch zum Druck mit effektpigmenthaltigen Farben.
Insofern erscheint es plausibel, dass eine Genius 52 UV generell für viele Siebdruckereien, die neue Geschäftsfelder suchen und vielleicht schon Erfahrung im UV-Druck besitzen, eine lohnende Erweiterungsinvestition sein dürfte. Ja, sogar für Werbeagenturen, die eine eigene Werbemittelproduktion aufbauen wollen, verkörpert diese Plastikdruckmaschine eine interessante, kostengünstige Lösung. Die Genius 52 UV erfüllt in jedem Fall die Marktanforderungen nach kürzeren Lieferzeiten, kleineren Auflagenhöhen und Kosteneinsparungen auch für diese Interessentengruppen.
Ebenso unter dem Aspekt der einfachen Bedienbarkeit der zonenschraubenlosen Kurzfarbwerke ist diese Maschine wie geschaffen für Anwender, die noch keine Erfahrung mit dem Offsetdruck besitzen. Der wasserlose UV-Offsetdruck gewährleistet eine gleichbleibende, exakt reproduzierbare Druckqualität und den sparsamsten Umgang mit den teueren Bedruckstoffen: Nach höchstens zehn Bogen Anlaufmakulatur kann der Bediener, der das Handling der Maschine in kürzester Zeit beherrscht, hochwertige fotorealistische Drucke produzieren.
An die Druckvorstufe stellt der wasserlose UV-Offsetdruck keine besonderen Anforderungen. Inplastor arbeitet mit Standard-Software wie Adobe Illustrator und InDesign oder QuarkXPress und belichtet mittels eines Computer-to-Film-Systems die Kopiervorlagen. In einem Kopierrahmen wird das Sujet auf die Toray-Waterless-Druckplatten übertragen. Selbstverständlich sind auch geeignete Computer-to-Plate-Lösungen erhältlich – vom Thermobelichter bis zum Plattenprozessor. Wasserlosplatten haben übrigens den Vorteil, dass ihre Kopierschicht nicht – wie etwa bei vielen Nassoffsetplatten – wegen der Resistenz gegen UV-Farben bzw. -Strahlen eingebrannt werden muss. |
Inline-Lackieren erspart Offline-Laminieren
Die Abfolge der Fertigungsschritte in der Bankkarten-Produktion bei Inplastor sieht vor, dass auf der in Strängnäs aufgestellten Genius 52 UV die mehrnutzigen Plastikfoliebogen mit UV-Farben bedruckt werden. Bei vielen anderen Card- und Non-Card-Produkten besteht die Forderung des Offline-Laminierens und weiterer Bankkarten-typischer Veredelungsschritte aber nicht. Das bedeutet zu allererst, dass in diesen Fällen nicht mehr laminiert werden muss, sondern dass das mehr oder weniger starke Plastiksubstrat direkt bedruckt und inline lackiert wird. Darüber hinaus verlangen zahlreiche Produkte nur Schöndruck, so dass der Stapel nicht ein zweites Mal durch die Maschine muss. Als separate Veredelung bleibt dann nur noch Schweißen, Kleben, Stanzen und Ähnliches. Deshalb stellt die in Motala installierte Genius 52 UV mit Lackwerk und Auslageverlängerung die denkbar wirtschaftlichste Lösung dar. Drucken und Lackieren in einem Durchgang beherrscht zwar bereits die Metronic OC200, die aber im Unterschied zur Genius 52 UV nur Einzelkarten – auch mit vorgeformten Cavities für das spätere Applizieren eines Chips – bedrucken kann. Dagegen ist die Genius 52 UV mit Lackwerk für größere Formate bis 360 x 520 mm bzw. Mehrnutzendruck geeignet. Die Bedruckstoffdicke ist mit bis zu 0,5 mm (optional 0,8 mm) genügend hoch für die meisten Plastik- und Verbundfolien oder metallbedampften Materialien. Und der hohe Glanz des inline aufgetragenen UV-Lacks reicht bei der Genius 52 UV durchaus an Offline-Lackierungen heran. Bei dem für Inplastor erstmalig realisierten Genius-UV-Lackierwerk handelt es sich um ein Quetschlackierwerk mit Schöpf- und Dosierwalze für das Auftragen hoher Schichtdicken, wobei sowohl vollflächige als auch Spot-Lackierungen möglich sind. Die rund 6 m lange Lackverlaufstrecke, in die ein Infrarot-Trockner integriert ist, wird mit einem Zwillings-UV-Endtrockner vor der Bogenauslage abgeschlossen. Das Lackmodul selbst besitzt einen UV-Zwischentrockner, der den Druckfarbenfilm unmittelbar vor dem Lackauftrag härtet. Vom Lackmodul bis zur Auslage werden die Bogen sicher auf Saugbändern transportiert. |
Beispiele aus den beiden Inplastor-Produktsparten
Card Products: Card Products: Banking (Kredit-, ec-, Geldkarten), Telefonie (SIM-Karten), Identifikation (Mitarbeiterausweise, Zutrittkontrolle), Nahverkehr (Abonnementkarten), Handel (Kundenkarten) Non-Card Products: Ausstattung für das „In-store-/Point-of-Sale-Marketing“ (Pads und Aufsteller für Ladentische; Hänger, Wobbler, Aufsteller und zeigende Hände für Regale und Tiefkühltruhen), Aufkleber, Wimpel und Fähnchen, wasser- und wetterfeste Werbeprospekte, Globen, Rechenscheiben (Kostenrechner, Schwangerschaftskalender), Merkblätter (Sicherheitshinweise für Flugzeuge, Checklisten), abwaschbare Speisen-/Eis-/Getränkekarten, Farbmustermappen für die Automobilindustrie, Schweißerbrillen (automatisch abdunkelndes „3M SpeedGlass“), Taschen- und Tafelkalender, GarlicCard (Knoblauchreibe im Kartenformat), Eiskratzer … |
Das Kurzfarbwerk von KBA-Metronic und KBA
Subjektiv beeinflusste Farbgebung mit Zonenschrauben war gestern. Heute und in Zukunft setzt man auf standardisierte Einfärbung ohne Zonenschrauben und jederzeit wiederholbare Druckqualität auf höchstem Level – eine vielfach praxisbewährte Innovation von KBA-Metronic und KBA. Das Vier-Walzen-Farbwerk für den wasserlosen Offsetdruck mit UV-härtenden Druckfarben wurde erstmalig in der Kartendruckmaschine Metronic OC100/OC200 realisiert. Es ist heute die Kerntechnologie in den Metronic-Druckmaschinenreihen Genius 52 UV, CD-Print und Premius. Bei der Genius 52 UV sind vier oder optional fünf Farbwerke satellitenartig um einen zentralen Druckzylinder angeordnet, was geringsten mechanischen Aufwand und maximale Platzersparnis bedeutet und einen optimalen Passer garantiert. Die Konzernmutter, die Koenig & Bauer AG, konzentriert sich auf die Anwendung des zonenschraubenlosen Kurzfarbwerks mit oxidativ trocknenden Farben in den Baureihen Genius 52, 74 Karat und Rapida 74 G (wo das Farbwerk den Namen Gravuflow trägt) sowie in modifizierter Form (Newsflow) mit wegschlagenden Farben in der Zeitungsdruckmaschine Cortina.
Und so einfach läuft die Einfärbung mit einem Vier-Walzen-Farbwerk:
1.Walze: Eine keramikbeschichtete Rasterwalze schöpft ein ausreichend hohes Druckfarbenvolumen, das durch eine Kammerrakel exakt begrenzt wird.
2. Walze: Die Näpfchen der Rasterwalze entleeren sich direkt auf die Farbauftragwalze.
3. Walze: Durch Farbspaltung wird die Farbe weiter auf den Plattenzylinder, genauer gesagt die Bildbereiche der Wasserlos-Druckplatte übertragen.
4. Walze: Vom Plattenzylinder gelangt die Farbe auf die vierte „Walze“, den Gummituchzylinder.
Rasterwalze und Plattenzylinder sind temperiert, um die Viskosität der Wasserlos-Druckfarbe im optimalen Bereich zu halten.
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