03.04.2008

GENIUS 52UV von KBA-Metronic AG
Medienhaus SGV Reprostudio:
Die hochauflösende Alternative zum Digitaldruck

Das Medienhaus SGV Reprostudio GmbH im nordrhein-westfälischen Hilden geht neue Wege. Seit dem Spätsommer 2007 bewältigt eine GENIUS 52UV Offset-Druckmaschine der KBA-Metronic AG in Veitshöchheim/D Druckjobs, die für den Digitaldruck nicht wirtschaftlich sind. Und das bei gestochen scharfer Punktwiedergabe im frequenzmodulierten Raster. Der Vorteil ist klar: Bei reduzierten Produktionskosten (gegenüber dem konventionellen Offsetdruck) dem Kunden bessere Qualität bieten, als der Digitaldruck es erlaubt. Hinzu kommt der Zeitgewinn für den Besteller, denn nach dem Druck kann sofort verarbeitet und geliefert werden.

Das Medienhaus steht für Transparenz und Offenheit. Die moderne Bauart des Architekten Christoph Gemeiner unterstreicht diese Eigenschaft nach Außen.
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Das Unternehmen ist vor ca. 30 Jahren von Klaus-Werner Gottschalk als klassischer Reprobetrieb gegründet worden. Das Kerngeschäft ist die Medienproduktion, mit der man sich in der Vergangenheit einen Namen durch „Qualität und Zuverlässigkeit“ aufgebaut hat. „Früher“, so erzählt Sohn Olaf Gottschalk, „war die Arbeit gesplittet in klassische Offset-, Flexo- und Tiefdruck-Repro. Bei Letzterem entwickelte die Firma sehr viel Know-how, galt es doch im Tiefdruck bis zu acht Farbseparationen einzuhalten.“ Das Familienunternehmen in zweiter Generation besteht aus zwölf Mitarbeitern, davon zwei Auszubildenden (Mediengestalter, Fachrichtung Digitaldruck und Offsetdrucker). Bereits der Offsetdrucker-Azubi musste früh lernen, dass er es mit der Genius 52UV in seinem Ausbildungsbetrieb mit etwas ganz Besonderem zu tun hat: nämlich einer Druckmaschine, die sich wesentlich von konventioneller Offsettechnologie abhebt. Der Azubi berichtet öfters von Problemen seiner Mitschüler an konventionellen Druckmaschinen mit sogenannten „langen Farbwerken“, die ihm völlig unbekannt sind.

Als Folge der Einführung des Desktop-Publishing (DTP) sind klassische Repro-Aufträge nach und nach weggebrochen. Geschäftsführer Olaf Gottschalk dazu: „Heute sind die Arbeiten von früher lediglich Lückenfüller, soweit sie überhaupt noch nachgefragt werden“. Aber man hat den Puls der Zeit frühzeitig erkannt und sich Gedanken gemacht, wie man zu einem zweiten Standbein kommt. Als Absolvent des Hauchler-Studios in Biberach an der Riß, war Olaf Gottschalk begeistert von seinem ehemaligen Technologielehrer Otto Wenkel. „Von seinen angehenden Drucktechnikerkollegen“, erinnert sich Olaf Gottschalk, „wurde er liebevoll nur „Superotto“ genannt, weil er so geniale Visionen haben konnte“. Ihm verdankt er die Geschäftsidee, den Digitaldruck mit ins Portfolio zu nehmen. Der heutige Ausbau des Druckbereichs auf die Genius 52UV ist die attraktive Erweiterung zum bestehenden Digitaldruck. Der Digitaldruck ist eine hervorragende Technik, um zu personalisierten Ausgabemedien zu kommen. Printing on demand ist hier das bekannte Stichwort. Auch für Kleinstauflagen ist er selbstverständlich prädestiniert. Er hat aber den entscheidenden Nachteil, dass er hochaufgelöste Druckdaten nicht in der Qualität vervielfältigen kann, die der Kunde vom Offsetdruck her gewohnt ist und berechtigterweise auch erwartet. Er, der Kunde, will eben nicht, dass es aussieht, als seien im Digitaldruck mal eben ein paar Abzüge gemacht worden. Der Wunsch des Kunden ist vielmehr, dass die Nachdrucke möglichst genau an die vorhandenen Drucke herankommen und eine hervorragende Qualität aufweisen.

1999 wurde die erste Digitaldruckmaschine angeschafft. 2003 folgte bereits die neueste Variante. Der Digitaldruck wurde damit zum zweite Standbein und ersetzte die wegbrechenden Reproaufträge nachhaltig. Das Unternehmen konnte hiermit nicht nur Mediendesign und Medienoperating (Druckvorlagenherstellung, Satz, Lithografie und Digitalisierung) betreiben, sondern erstmals auch Medientechnik in Form von Druck- und Logistik-Dienstleistungen anbieten. Die Kunden des Medienhauses SGV Reprostudio kommen überwiegend aus der Region NRW. Die Firma hat sich durch ihre Dienstleistungen im Reprobereich aber auch einen Namen im gesamten Bundesgebiet aufgebaut. Fachmännisch bedient die hochmotivierte und kreative, junge Mannschaft die Industrie, Werbeagenturen und Druckereien, die selber den Bereich Digital-, UV- und Kleinformat -Offsetdruck nicht abdecken.

Geschäftsführer Olaf Gottschalk und Drucker Andreas Thiele vor der Genius 52 UV.
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Im August 2007 wurde in eine Genius 52UV von der KBA-Metronic AG investiert. Bei der Auswahl musste nicht lange überlegt und mit anderen Herstellern vergleichen werden. Es war schnell klar, dass die Genius 52 UV gegenüber anderen Maschinen gleicher Formatklasse (36 x 52 cm) immer überlegen war. Sie passte zudem ideal in die doch eher begrenzten räumlichen Verhältnisse. Die Genius 52 UV überzeugt, durch den geringen Verbrauch an Makulatur. „Schon nach 7 Bogen“, schwärmt Geschäftsführer Olaf Gottschalk, „steht die Maschine in Farbe“. Auch in punkto Prozessstabilität verblüfft ihn diese Maschine: eine Folge der ausgeklügelten Konstruktion mit nur vier gleichgroßen Walzen. Schablonieren ist bei der Genius 52UV ein Fremdwort. Die Rasterwalze überträgt für jeden Druck exakt die gleiche Farbmenge auf das Drucksubstrat. Keine Zonenschraube kann hieran etwas ändern. Bedingung für diese Kurzfarbwerktechnologie ist eine einwandfreie Repro, die aber beherrschbar ist. Und genau dafür ist das SGV Reprostudio bekanntlich Spezialist.

Gedruckt wird auf allen Materialien wie Papier/Karton und Kunststoffen wie z.B. PVC, PC, PS, ABS, PET usw. substratabhängig auf Dicken zwischen 0,1 bis 0,8 Millimeter. Verblüffend ist auch die Registerhaltigkeit durch nur einen Greiferschluß und die Stabilität des Materials. Kein Wasser, welches das Substrat zum dehnen zwingt, oder willkürliche Tonwertverschiebungen hervorruft. Die Farbe kann „unverwässert“ ihre Leuchtkraft und Brillanz entfalten und auf den Betrachter wirken und ihn begeistern. Die mit 5 Farbwerken und einem Lackwerk konfigurierte Genius 52UV verarbeitet Wasserlosdruckplatten von Toray, die mit einem handelsüblichen Belichter bebildert werden. Die Genius 52UV arbeitet nach den Richtlinien des standardisierten Offsetdruckes, d.h. zwischen der Druckvorstufe, dem Proofausgabegerät und der Druckmaschine besteht Übereinstimmung. Nur so ist gewährleistet, dass der Kunde sich tatsächlich auf gleichbleibende Qualität und Farbtreue verlassen kann. Druckkennlinie und ICC-Profile sind bei SGV Reprostudio sehr hoch angesehen. Gedruckt wird grundsätzlich mit frequenzmoduliertem Raster, ohne das der Kunde diesen Mehrwert separat berechnet bekommt. Falls der Kunde doch einmal mehr oder weniger Farbe abweichend vom Standard möchte, besteht die Möglichkeit die Rasterwalze mit unterschiedlichen Betriebstemperaturen anzusteuern. Das Druckresultat ist in der Regel Proofergebnis.

Somit sieht der Kunde bereits vor dem Druck was er bestellt hat. Er hat also allen Grund der angewandten Technik zu vertrauen. Im fünften Druckwerk können Sonderfarben oder Mattlack verarbeitet werden. Ein aussagekräftiger Kalender im Besprechungszimmer des Medienhauses erklärt schnell, welche Effekte mit dem fünften Druckwerk und dem zusätzlichen Lackwerk erzielt werden können. Denn UV-Lack weist bekanntermaßen die höchsten Glanzwerte auf. „Der leichte Geruch nach Marzipan ist für die wenigsten Kunden ein Kriterium“, scherzt Olaf Gottschalk. Die meisten Kunden schätzen die Qualität und die Schnelligkeit beim Liefern.

  
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Im Drucksaal selber sorgt eine vollständige Klimatisierung für optimale Arbeitsbedingungen. Da die Genius 52UV mit der vorhandenen Digitaldruckmaschine im gleichen Raum aufgestellt wurde, arbeitet man annähernd unter Reinraumbedingungen. Das schafft ein angenehmes Arbeitsambiente. Somit gestaltet sich die Genius 52UV als idealer Partner für Auflagen ab 300 aufwärts. Mit einer Maschinengeschwindigkeit von bis zu 8000 Bogen pro Stunde und einem halbautomatischen Plattenwechsel minimiert sie die Herstellungskosten durch kurze Rüstzeiten und Jobwechsel. Selbst die Abrüstzeiten zum Ende des Arbeitstages sind gegenüber herkömmlichen Nassoffsetmaschinen minimiert, weil die Farben in den austauschbaren Farbkammern nicht ohne die UV-Trockner in der verlängerten Auslage antrocknen können.

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