14.08.2006

Heiß auf Aloe Vera
MKS kennzeichnet seit über 20 Jahren mit Metronic

KBA-Metronic-Kennzeichnungsgeräte stehen in der Industrie überall dort, wo Produkte und Verpackungen in irgendeiner Form bedruckt, beschriftet oder gekennzeichnet werden. So auch bei der MKS - Marken Kosmetik Service GmbH & Co. KG in Bingen-Kempten. Der Lohnhersteller und –abfüller setzt seit mehr als zwei Jahrzehnten Heißprägegeräte aus Veitshöchheim ein.

Die Buchstaben- oder Zahlenkombinationen, die gedruckt werden sollen, werden zuvor in so genannte Setzschiffe eingelegt.
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„Die Kunden bestellen bei uns und wir erledigen den Rest“, fasst Technikchef Volker K. Weick das Serviceangebot der MKS – Marken Kosmetik Service GmbH & Co. KG, Bingen, zusammen. Als Mitglied der Woellner-Gruppe (siehe Kasten) gehören die Rheinland-Pfälzer nach eigenen Angaben seit über 30 Jahren zu den führenden Dienstleistern in Deutschland – was die Entwicklung, Herstellung, Abfüllung und Verpackung von Kosmetika, Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln angeht. „Wir bieten das komplette Programm an, von der Rezepturentwicklung über die Beschaffung und Herstellung bis hin zur Abfüllung“, erläutert Weick.

  
Die Aloe Vera-Flaschen auf dem Weg zum Etikettierer.
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Die Flaschen werden zusätzlich am Boden mittels Inkjet gekennzeichnet.
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Ausgestattet mit allen wichtigen Zertifikaten ist MKS mit diversen Abfüll- und Verpackungsanlagen in der Lage, mit Flaschen, Tuben, Dosen, Tiegeln, Kanistern und Spezialcontainern eine große Auswahl an Packmitteln zu befüllen. Flexibilität hat im Abfüll- und Verpackungsbereich oberste Priorität. Weick: „Durchschnittlich 800 bis 1000 mal pro Jahr werden die Linien umgebaut.“ Da verwundert es nicht, dass beispielsweise die Tintenstrahldrucker alphaJET C – insgesamt fünf Geräte sind in Bingen im Einsatz – auf Rollen montiert sind. So kann das Gerät problemlos an die nächste Linie gebracht werden. „Neben einer fortlaufenden Nummerierung können mit den Tintenstrahldruckern bei einer Druckgeschwindigkeit von maximal 2500 Zeichen pro Sekunde beispielsweise auch Barcodes, Data-Matrix-Codes oder Logos auf Produkte und Verpackungen aufgebracht werden“, so Michael Stingl von KBA-Metronic. Die Schrifthöhe variiert dabei von 0,8 mm bis 15 mm: 6 Zeilen sind maximal möglich. Die Geräte, die in komplexen Applikationen im Verbund mit PC, Barcodeleser, Bilderkennungssystem und xy-Achsensystem eingesetzt werden können, arbeiten nach dem Continuous-Inkjet-Prinzip und sind durch eine integrierte Lösemittelrückgewinnung nach Angaben von Stingl im Verbrauch äußerst sparsam.

  
Neben den Heißprägegeräten übernehmen bei MKS auch Tintenstrahldrucker diverse Kennzeichnungsaufgaben (siehe oben).
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Neben den Tintenstrahldruckern übernehmen bei MKS zusätzlich 14 Heißprägegeräte Kennzeichnungsaufgaben. Neben dem neuen M03.1 sind das Geräte, die bereits seit 1988 im Einsatz sind. „Sie gehen einfach nicht kaputt“, freut sich Weick, „und muss doch mal eines ausgetauscht werden, bestechen die Heißprägegeräte durch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis.“ Die Buchstaben- oder Zahlenkombinationen, die gedruckt werden sollen, werden in so genannte Setzschiffe eingelegt. Das Setzschiff, eine Art erwärmter Stempel, druckt die Daten durch das Farbfolienband hindurch auf ein Etikett oder Produkt. Die Größe der zu druckenden Chargennummern, Verfallsdaten oder Gewichtsangaben variiert bei MKS von 2 mm bis 6 mm Typenhöhe beziehungsweise ein bis drei Zahlenreihen.

Das M03.1 ist eines von insgesamt 14 Heißprägegeräten, die bei MKS im Einsatz sind.
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14 mal Heißprägen

Mit dem Modell M03.1 können beispielsweise bis zu 1200 Drucke pro Minute realisiert werden, abhängig vom Material und der Druckfläche. Dabei muss nicht immer nur eine Codierung in Schwarz aufgebracht werden. „Der Kunde wählt das Prägeband in der Farbe aus, die am besten zu seiner Verpackung passt“, so Stingl. Oder er setzt die Heißprägegeräte ohne Farbfolie ein. MKS macht dies beispielsweise an einer Weckerle-Anlage, auf der Lippenpflegestifte geformt und in Kunststoffhüllen geschoben werden. Weick: „Hier prägen wir farblos, d. h., wir arbeiten nur mit Wärme.“ Es handelt sich um eine sogenannte ‚Blindprägung‘.

„Die modular aufgebauten Standardsysteme versetzen unsere Kunden in die Lage, sich auf rasch verändernde Marktanforderungen einzustellen“, fasst Stingl zusammen. KBA-Metronic-Systeme sind seit über 30 Jahren im weltweiten Einsatz. Stingl: „Die in Deutschland hergestellten Geräte genießen nach wie vor eine hervorragende Reputation.“ Neben Tintenstrahldruckern und Heißprägemodulen sind das Laserbeschrifter und Thermotransferdrucker. Das Unternehmen aus Veitshöchheim bei Würzburg ist mit zuletzt rund 300 Mitarbeitern alleiniger Ansprechpartner von der Entwicklung der Systeme bis hin zum Service vor Ort, „auch oder gerade deshalb, wenn sich dieser“, so Stingl abschließend, „wie bei den MKS-Heißprägegeräten über einen Zeitraum von fast 20 Jahren erstreckt!“

Woellner

Die Woellner Gruppe ist ein eigentümergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen in der vierten Generation. Mit mehr als 500 Mitarbeitern wurde zuletzt nach eigenen Angaben ein Umsatz von rund 120 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Kernkompetenzen der Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Ludwigshafen verteilen sich auf drei strategische Geschäftsfelder: Silikate und Spezialchemikalien, Kosmetik sowie Schreibflüssigkeiten.

  
Produktkennzeichnung per Tintenstrahl mit dem alphaJET C.
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Auch Tuben können befüllt werden.
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